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Philosophisches Spiel
Was wäre eine Werkstatt ohne geeignete
Werkzeuge und Instrumente?
Sozialethische und systemische Reflexionen
ermöglichen Konzepte zukunftsfähiger
gesellschaftlicher Entwicklung.
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Seminare in der Methodik des Be-
Greifens
Sozialethik ist praktische Philosophie, die
Umsetzung sittlicher Werte in
zwischenmenschliches Handeln.
Der akademisch übliche Weg zu Einsicht
und Erkenntnis ist zu oft ein
archäologisches Durchwalken historisch
notierter Denkprozesse.
Nur wenigen liegt es, die Ahnengalerie
großer Geister ehrfürchtig und nach-
denkend zu durchschreiten.
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Experimentelle Erfahrungen, spielerisch
aufbereitet, be-griffen mit allen Sinnen, eröffnen
neue Blickwinkel auf das alltägliche Geschehen,
Zusammenhänge werden spürbar wahr-genommen.
Sind die Einstiege auch verspielt, die Spielregeln
fördern tiefe Einsichten und regen zum kreativen
Selbstdenken an.
Wenngleich inhaltlich anspruchsvolle
"Vollwertkost" sind die theoretischen Inputs auf
das Nötige reduziert, bei Bedarf natürlich abrufbar.
Die Formen des philosophischen Spiels und der
exemplarischen Übung erleichtern be-greifen und
er-fassen der Kernfragen wie auch die Übertragung
in das alltägliche Geschehen.
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Mitteilend erarbeiten
Selbst Erarbeitetes dringt tiefer und wirkt
nachhaltiger. Diese Erkenntnis prägt die
Workshops und ihre Gestaltung.
Inhaltliche und methodische Impulse
bereichern und vertiefen die gemeinsame
thematische Arbeit.
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Auf den folgenden Seiten einige der derzeit
gängigen Themen.
Weitere Themen nach Anfrage und Absprache.
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Wer sich an einer Konfession, einem Bekenntnis orientiert, erlebt sich als
Mitglied einer Glaubensgemeinschaft, erfährt sittliche Aus- und Aufrichtung,
moralische Leitlinien zur Lebensgestaltung.
Tradierte und reflektierte Werte beeinflussen das Handeln der Gläubigen und
strukturieren die Gemeinschaft.
Die Gemeinschaft bietet soziale Akzeptanz, Wertschätzung und Geborgenheit.
Offen bleiben allerdings die Dimensionen persönlicher existenzieller
Gotteserfahrung sowie der Umgang der Gemeinschaft mit den je eigenen
Glaubensbiografien der Mitglieder.
Welche Konsequenzen hat es für die Sicht auf die Menschen, das
Menschenbild, ob ich überhaupt Gott Glaube, welchen Gott ich glaube?
Welche Gottesbilder lassen sich entdecken und welche Konsequenzen zeigen
sie auf?
Wie viel glaubenshüterische Bewachung beschränkt den individuellen
Erlebensraum des Glaubens?
Wieviel Glaubensdialog verbindet traditionell Bewahrtes und neu Erkanntes?
Ist solcher Dialog einer Herrschaft von Wissenden und Initiierten unterworfen?
Erlaubt er allen Gläubigen die angst- und herrschaftsfreie Beteiligung an den
Erkenntnisprozessen und volle Mitwirkung an den zu treffenden
Entscheidungen für die Gemeinschaft?
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Solch volle Partizipation reicht von der Definition der Fragestellung bis zur
Entscheidung über die sozial wirksamen Maßnahmen.
Vor derartigen Fragen standen und stehen Glaubensgemeinschaft in allen
Kulturen und Religionen. In der immer enger zusammenwachsenden Welt tun
wir gut daran, uns im interkulturellen und interreligiösen Dialog zu verständigen
und uns gegenseitig zu bereichern.
Spirituelle Verankerungen und Gottesvorstellungen spielen dabei entscheidende
Rollen und führen zu teilweise unterschiedlichen Konzepten
zwischenmenschlichen Verhaltens.
In den Workshops arbeiten wir gemeinsam an den Fragen und suchen nach
den möglichen Konsequenzen im je eigenen Lebensraum.
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Wer in sich einen Ruf verspürt, wer sich für eine Aufgabe entscheidet, ein Mandat wahrnimmt, hat eine
Phantasie, innere Bilder, wozu dieses Engagement dienlich sein kann.
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Diese inneren Bilder sind erster Schritt und Ausgangslage der Visionsarbeit.
In weiteren Schritten bringen die Teilnehmer ihre individuellen Bilder miteinander in Beziehung,
entwickeln gemeinschaftliche Visionen, erarbeiten konzeptionelle Schritte auf die Umsetzung dieser
Visionen hin.
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9.30 h
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Einführung in den Tag
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8 bis 15 Teilnehmer
Kostenbeitrag je
100 €
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A.
Regionalität
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B.
Reflexionslogik
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C.
Ethik des Wirtschaftens
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D.
Umgang mit Systemen
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methodischer Ansatz
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10:00 h
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gemeinsame Übung
zur "Konfliktgröße"
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Übung
zur reflektorischen
Selbstbeobachtung
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Übungen
zur Begriffschärfung
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Übung
"Nun regiert mal
schön"
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Sehen
eigene Erfahrung
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11:00 h
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vom "too much" zur
"Gestaltbarkeit"
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gemeinsame Erfahrungen
systematisieren
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Grundfragen und ihre
Konsequenzen
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zu Gemeinwohl oder
Staatsbankrott?
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Urteilen
bewerten
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Mittagspause
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14:00 - 14:45 h
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die Kreativität der
Betroffenen einbeziehen
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die Viergliederung,
Ansatz und Entfaltung
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Wem gehören Arbeit,
Eigentum, Geld, Kapital?
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der Papier- computer
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Planen
Hintergründe beleuchten
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15:00 - 16:30 h
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neue Wege
Gesellschaft- Design
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praktische Anwendung an
selbstgewählter Aufgabe
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Elemente in humaner
Ordnung des Wirtschaftens
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Strategie der Faktoren -
Faktoren der Strategie
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Handeln
praktische Anwendung
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16:30 -
17:00 h
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Feedback -Runde
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Wenn wir ohne Kern-Energie leben wollen, brauchen wir kleinere Gesellschaften, weniger
Menschen. Das heisst nicht, Menschen auszurotten, sondern die Menschen in kleinere
Organisationen wieder zusammen zu fassen, deren Nähe es nicht notwendig macht,
soviel Energie zu verschwenden, nur um uns zu treffen. (Leopold Kohr)
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"Soziale Strukturen und Systeme entstehen im reflektierten zwischenmenschlichen Handeln".
(Johannes Heinrichs)
Das Farbenspiel des Regenbogens war schon den Neandertaler bekannt.
Forschergeist und Einsichtsfähigkeit eines Isaac Newton waren nötig, die Spektralfarben des Lichtes als je
eigene Schwingungsmuster zu erkennen.
Darauf aufbauend war späteren Wissenschaftlern und Technikern der gezielte Umgang mit den einzelnen
Farbkomponenten möglich. Heute sind z. B. Laser, Spektralanalyse oder Wärmefotografie alltäglich
eingesetzte Techniken.
Seit Urzeiten auch haben Menschen miteinander agiert und sich über dieses Miteinander ihre Gedanken
gemacht. Unabhängig von der Gedankentiefe sind Handeln und Denken stets verbunden, ineinander
verwoben.
Dem Sozialphilosophen Johannes Heinrichs verdanken wir tiefe Einsicht in dieses reflektierte Denken. Statt
der sieben Farben des Lichtes erkannte Heinrichs vier grundlegende Ebenen, die das
zwischenmenschliche Denken und Handeln prägen.
In je eigener Logik sind diese vier Sphären miteinander verbunden.
Der Workshop hilft Ihnen, sich dessen bewusst zu werden und sich der Reflexionslogik willentlich zu
bedienen.
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Als "die Wirtschaft" tritt uns eine Ordnungs- und Herrschaftsstruktur entgegen, die nach
eigenen Regeln die materielle Seite des Lebens bestimmt.
Die sprachliche Abhebung und Verselbständigung der "Wirtschaft" vernebelt, das
Wirtschaften in Grunde nicht Struktur, sondern Prozess ist. Ein Gestaltungsprozess zur
Existenzsicherung und Lebensentfaltung.
Die sprachliche Umdeutung von Begriffen kombiniert mit manipulativem und gewalttätigen
Einsatz angeblicher Rechte ermöglichte die geschichtliche Entwicklung einer
Wirtschaftsweise, die im neoliberalen Freibeuterkapitalismus der Chicagoer Schule ihren
menschenverachtenden Höhepunkt findet.
Im aktuellen Ruf nach ethischen Normen für die Wirtschaft verbirgt sich häufig nur die
Forderung nach einem Kodex, der Auswüchse zurückdrängt, die kapitalistischen
Grundstrukturen aber sichert und stärkt.
Damit sich eine ethische Neubesinnung nicht im Wettbewerb sozialphilosophischer
Konzepte erschöpft, sollten wir den Mut zu grundlegender Neuorientierung haben.
Grundlegend wäre eine Theoriebildung, die sich einerseits aus den lebendigen Erfahrungen
des alltäglichen Arbeitens speist, zum anderen ausgerichtet ist auf das wahrhaft humane
Ziele des wirtschaftlichen Prozesses: freie Existenzsicherung und Lebensentfaltung eines
jeden Menschen zu jeder Zeit.
Eine Fundgrube für solch grundlegende Ethik findet sich im wissenschaftlichen Nachlass
Johannes Kleinhappls.
1947 zum Ordinarius für Moraltheologie der Universität Innsbruck berufen, legte Kleinhappl
Wert darauf, dass ethische Forderungen in vernünftiger Einsicht gründen und über
weltanschauliche und religiöse Unterschiede hinweg gültig sein sollen. Darüber hinaus
gehende, weltanschauliche oder theologische Einsichten könnten die "vernünftigen
Erkenntnisse" ergänzen, vertiefen und letztgültig verankern. Sie dürten aber der Vernunft
nicht entgegenstehen oder sie ersetzen.
Die unbeirrte Kapitalismuskritik des Jesuiten stieß auf Widerstand im Orden. 1949 wurde
ihm ohne Chance einer Verteidigung durch die römische Ordensleitung der Lehrstuhl
entzogen.
Heute ist uns der wissenschaftliche Nachlass Kleinhappls öffentlich zugänglich.
Aufgearbeitet wurde er von dem Juristen, Ökonomen und Kulturphilosophen Ernst von Loen.
Dadurch eröffnen sich uns Möglichkeiten, Kleinhappls verdrängte Einsichten der unsere
Problemstellungen zu nutzen.
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" Wer faul ist, sollte zumindest klug sein!"
und
„Verbinde das Nützliche mit dem Schönen.“
lehrte mich mein Großvater und brachte so auf den Nenner, was
Wissenschaftler wie Fredric Vester oder Fridjof Capra "Prinzip
des Mehrfachnutzen" nannten.
Den Unterschied funktionaler, technischer Systeme zu
lebendigen (biologischen, sozialen) Systemen beschreibt Capra
mit dem "Stein auf der Straße".
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Wenn man einen auf der Straße
liegenden Stein aus einem
genau berechneten Winkel mit
einer präzise dosierten Kraft tritt,
lässt sich anhand ballistischer
Berechnungen genau
bestimmen, wo dieser Stein landet.
Tritt man aus gleichem Winkel
mit gleicher Kraft einen auf der
Straße liegenden Hund ...
- ... ???
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Anders als funktionale lassen sich lebendige Systeme nicht
steuern. Ihre eigendynamischen Prozesse lassen sich nur
stören. Gezielte "Störimpulse" allerdings erlauben Einfluss auf
die Richtung dieser Dynamik.
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Bewusstes agieren in lebendigen Systemen wird erleichtert
durch geregelte Störimpulse, die aber auch richtig platziert
werden müssen, um ihre Wirkung zu entfalten.
Komplexe Systeme verhalten sich nie gleich. Falsch gesetzte
Impulse bleiben wirkungslos oder setzen unerwünschte,
möglicherweise gefährliche Nebenwirkungen frei.
Als "Papiercomputer" bezeichnete Frederic Vester seine Matrix
zur Einflussanalyse von Systemelementen.
Dieser Workshop vermittelt Einsicht in das "Regelwerk der
Störimpulse" und Umgang mit dem "Papiercomputer" zur
Wirkungsprognose.
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