ReflexionenundIdeenDieInstrumentederBrge_img1.gif Reflexionen und Ideen Die Instrumente der Bürgerwerkstatt
Philosophisches Spiel
Was wäre eine Werkstatt ohne geeignete  Werkzeuge und Instrumente?
Sozialethische und systemische Reflexionen  ermöglichen Konzepte zukunftsfähiger  gesellschaftlicher Entwicklung.
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Seminare in der  Methodik des Be-  Greifens
Sozialethik ist praktische Philosophie, die  Umsetzung sittlicher Werte in  zwischenmenschliches Handeln.
Der akademisch übliche Weg zu Einsicht  und  Erkenntnis ist zu oft ein  archäologisches Durchwalken historisch  notierter Denkprozesse.
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Nur wenigen liegt es, die Ahnengalerie  großer Geister ehrfürchtig und nach-  denkend zu durchschreiten.
Experimentelle Erfahrungen, spielerisch  aufbereitet,  be-griffen mit allen Sinnen, eröffnen  neue  Blickwinkel auf das alltägliche Geschehen,  Zusammenhänge werden spürbar wahr-genommen.
Sind die Einstiege auch verspielt, die Spielregeln  fördern tiefe Einsichten und regen zum kreativen  Selbstdenken an.
Wenngleich inhaltlich anspruchsvolle  "Vollwertkost" sind die theoretischen Inputs auf  das Nötige reduziert, bei Bedarf natürlich abrufbar.
Die Formen des philosophischen Spiels und der  exemplarischen Übung erleichtern be-greifen und  er-fassen der Kernfragen wie auch die  Übertragung  in das alltägliche Geschehen.
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Mitteilend erarbeiten
Selbst Erarbeitetes dringt tiefer und wirkt  nachhaltiger. Diese Erkenntnis prägt die  Workshops und ihre Gestaltung.  Inhaltliche und methodische Impulse  bereichern und vertiefen die gemeinsame  thematische Arbeit.
Auf den folgenden Seiten einige der derzeit  gängigen Themen.
Weitere Themen nach Anfrage und Absprache.
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ReflexionenundIdeenDieInstrumentederBrge_img2.gif Von Gottes- und Menschenbildern
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Wer sich an einer Konfession, einem Bekenntnis orientiert, erlebt sich als  Mitglied einer Glaubensgemeinschaft, erfährt sittliche Aus- und Aufrichtung,  moralische Leitlinien zur Lebensgestaltung.
Tradierte und reflektierte Werte beeinflussen das Handeln der Gläubigen und  strukturieren die Gemeinschaft.
Die Gemeinschaft bietet soziale Akzeptanz, Wertschätzung und Geborgenheit.
Offen bleiben allerdings die Dimensionen persönlicher existenzieller  Gotteserfahrung sowie der Umgang der Gemeinschaft mit den je eigenen  Glaubensbiografien der Mitglieder. 
Welche Konsequenzen hat es für die Sicht auf die Menschen, das  Menschenbild, ob ich überhaupt Gott Glaube, welchen Gott ich glaube? 
Welche Gottesbilder lassen sich entdecken und welche Konsequenzen zeigen  sie auf?
Wie viel glaubenshüterische Bewachung beschränkt den individuellen  Erlebensraum des Glaubens?
Wieviel Glaubensdialog verbindet traditionell Bewahrtes und neu Erkanntes? 
Ist solcher Dialog einer Herrschaft von Wissenden und Initiierten unterworfen?  Erlaubt er allen Gläubigen die angst- und herrschaftsfreie Beteiligung an den  Erkenntnisprozessen und volle Mitwirkung an den zu treffenden  Entscheidungen für die Gemeinschaft?
 
 
Solch volle Partizipation reicht von der Definition der Fragestellung bis zur  Entscheidung über die sozial wirksamen Maßnahmen.
Vor derartigen Fragen standen und stehen Glaubensgemeinschaft in allen  Kulturen und Religionen. In der immer enger zusammenwachsenden Welt tun  wir gut daran, uns im interkulturellen und interreligiösen Dialog zu verständigen  und uns gegenseitig zu bereichern.
Spirituelle Verankerungen und Gottesvorstellungen spielen dabei entscheidende  Rollen und führen zu teilweise unterschiedlichen Konzepten  zwischenmenschlichen Verhaltens.
In den Workshops arbeiten wir gemeinsam an den Fragen und suchen nach  den möglichen Konsequenzen im je eigenen Lebensraum.
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ReflexionenundIdeenDieInstrumentederBrge_img3.gif Von Visionen zum Konzept
Wer in sich einen Ruf verspürt, wer sich für eine Aufgabe entscheidet, ein Mandat wahrnimmt, hat eine  Phantasie, innere Bilder, wozu dieses Engagement dienlich sein kann.
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Diese inneren Bilder sind erster Schritt und Ausgangslage der Visionsarbeit.  
In weiteren Schritten bringen die Teilnehmer ihre individuellen Bilder miteinander in Beziehung,  entwickeln gemeinschaftliche Visionen, erarbeiten konzeptionelle Schritte auf die Umsetzung dieser  Visionen hin. 
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ReflexionenundIdeenDieInstrumentederBrge_img4.gif Struktur der Grundlagen-Workshops
9.30 h
Einführung in den Tag
8 bis 15 Teilnehmer
Kostenbeitrag je  100 €
 
 
A. 
Regionalität
B.
Reflexionslogik
C.
Ethik des  Wirtschaftens
D.
Umgang mit  Systemen
methodischer  Ansatz
10:00 h
gemeinsame Übung  zur "Konfliktgröße"
Übung 
zur  reflektorischen  Selbstbeobachtung
Übungen 
zur  Begriffschärfung
Übung
"Nun regiert mal   schön"
Sehen
eigene Erfahrung
11:00 h
vom "too much" zur  "Gestaltbarkeit"
gemeinsame  Erfahrungen  systematisieren
Grundfragen und   ihre  Konsequenzen
zu Gemeinwohl  oder  Staatsbankrott?
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Mittagspause
14:00  -  14:45 h
die Kreativität der  Betroffenen  einbeziehen
die  Viergliederung,  Ansatz und  Entfaltung
Wem gehören  Arbeit,  Eigentum, Geld,   Kapital?
der Papier-  computer
Planen
Hintergründe  beleuchten
15:00 -  16:30 h
neue Wege  Gesellschaft- Design
praktische  Anwendung an  selbstgewählter  Aufgabe
Elemente in  humaner  Ordnung des  Wirtschaftens
Strategie der  Faktoren -  Faktoren der  Strategie
Handeln
praktische  Anwendung
16:30 -
17:00 h
Feedback -Runde
a. Leben im menschlichen Maß
Wenn wir ohne Kern-Energie leben wollen, brauchen wir kleinere Gesellschaften, weniger  Menschen. Das heisst  nicht, Menschen  auszurotten, sondern die Menschen in kleinere  Organisationen wieder  zusammen zu fassen,  deren Nähe es nicht notwendig macht,  soviel  Energie zu verschwenden, nur um uns zu treffen. (Leopold Kohr)
ReflexionenundIdeenDieInstrumentederBrge_img5.gif b. Reflexionslogik
"Soziale Strukturen und Systeme entstehen im reflektierten zwischenmenschlichen  Handeln". 
(Johannes Heinrichs)
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Das  Farbenspiel des Regenbogens war schon den Neandertaler bekannt.
Forschergeist und Einsichtsfähigkeit eines Isaac Newton waren nötig, die Spektralfarben des Lichtes  als je  eigene Schwingungsmuster zu erkennen.
Darauf aufbauend war späteren Wissenschaftlern und Technikern der gezielte Umgang mit den  einzelnen  Farbkomponenten möglich. Heute sind z. B. Laser, Spektralanalyse oder Wärmefotografie  alltäglich  eingesetzte Techniken.
Seit Urzeiten auch haben Menschen miteinander agiert und sich über dieses Miteinander ihre  Gedanken  gemacht. Unabhängig von der Gedankentiefe sind Handeln und Denken stets verbunden,  ineinander  verwoben.
Dem Sozialphilosophen Johannes Heinrichs verdanken wir tiefe Einsicht in dieses reflektierte Denken.  Statt  der sieben Farben  des Lichtes erkannte Heinrichs vier grundlegende Ebenen, die das  zwischenmenschliche Denken und Handeln prägen.
In je eigener Logik sind diese vier Sphären miteinander verbunden.
Der Workshop hilft Ihnen, sich dessen bewusst zu werden und sich der Reflexionslogik willentlich zu  bedienen. 
c.Wirtschaftsethik
Als "die Wirtschaft" tritt uns eine Ordnungs- und  Herrschaftsstruktur entgegen, die nach  eigenen Regeln die  materielle Seite des Lebens bestimmt.
Die sprachliche Abhebung und Verselbständigung der  "Wirtschaft" vernebelt, das  Wirtschaften in Grunde nicht Struktur,  sondern Prozess ist. Ein Gestaltungsprozess zur  Existenzsicherung und Lebensentfaltung.
Die sprachliche Umdeutung von Begriffen kombiniert mit  manipulativem und gewalttätigen  Einsatz angeblicher Rechte  ermöglichte die geschichtliche Entwicklung einer  Wirtschaftsweise, die im neoliberalen Freibeuterkapitalismus der  Chicagoer Schule ihren  menschenverachtenden Höhepunkt findet.
Im aktuellen Ruf nach ethischen Normen für die Wirtschaft  verbirgt sich häufig nur die  Forderung nach einem Kodex, der  Auswüchse zurückdrängt, die kapitalistischen  Grundstrukturen  aber sichert und stärkt.
Damit sich eine ethische Neubesinnung nicht im Wettbewerb  sozialphilosophischer  Konzepte erschöpft, sollten wir den Mut zu  grundlegender Neuorientierung haben.
Grundlegend wäre eine Theoriebildung, die sich einerseits aus  den lebendigen Erfahrungen  des alltäglichen Arbeitens speist,  zum anderen ausgerichtet ist auf das wahrhaft humane  Ziele des  wirtschaftlichen Prozesses: freie Existenzsicherung und  Lebensentfaltung eines  jeden Menschen zu jeder Zeit.
Eine Fundgrube für solch grundlegende Ethik findet sich im  wissenschaftlichen Nachlass  Johannes Kleinhappls.
1947 zum Ordinarius für Moraltheologie der Universität Innsbruck  berufen, legte Kleinhappl  Wert darauf, dass ethische Forderungen  in vernünftiger Einsicht gründen und über  weltanschauliche und  religiöse Unterschiede hinweg gültig sein sollen. Darüber hinaus  gehende, weltanschauliche oder theologische Einsichten könnten  die "vernünftigen  Erkenntnisse" ergänzen, vertiefen und letztgültig  verankern. Sie dürten aber der Vernunft  nicht entgegenstehen  oder sie ersetzen.
Die unbeirrte Kapitalismuskritik des Jesuiten stieß auf  Widerstand im Orden. 1949 wurde  ihm ohne Chance einer  Verteidigung durch die römische Ordensleitung der Lehrstuhl  entzogen.
Heute ist uns der wissenschaftliche Nachlass Kleinhappls  öffentlich zugänglich.  Aufgearbeitet wurde er von dem Juristen,  Ökonomen und Kulturphilosophen Ernst von Loen.
Dadurch eröffnen sich uns Möglichkeiten, Kleinhappls verdrängte  Einsichten der unsere  Problemstellungen zu nutzen.
ReflexionenundIdeenDieInstrumentederBrge_img6.gif d. Gezielt stören - Impulse richtig setzen
" Wer faul ist, sollte zumindest klug sein!"
und 
„Verbinde das Nützliche mit dem Schönen.“ 
lehrte mich mein Großvater und brachte so auf den Nenner, was  Wissenschaftler wie Fredric Vester oder Fridjof Capra "Prinzip  des Mehrfachnutzen" nannten.
Den Unterschied funktionaler, technischer Systeme zu  lebendigen  (biologischen, sozialen) Systemen beschreibt Capra  mit dem "Stein auf  der Straße".
 
 
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Wenn man einen auf  der Straße  liegenden Stein aus einem  genau berechneten Winkel mit  einer präzise dosierten Kraft tritt,  lässt sich anhand ballistischer  Berechnungen genau  bestimmen, wo dieser Stein  landet.
Tritt man aus gleichem Winkel  mit  gleicher Kraft einen auf der  Straße liegenden Hund ...
-  ... ???
Anders als funktionale lassen sich lebendige Systeme nicht  steuern. Ihre eigendynamischen Prozesse lassen sich nur  stören. Gezielte "Störimpulse" allerdings erlauben Einfluss auf  die Richtung dieser Dynamik.
 
 
Bewusstes agieren in lebendigen Systemen wird erleichtert  durch geregelte Störimpulse, die aber auch richtig platziert  werden müssen, um ihre Wirkung zu entfalten.
Komplexe Systeme verhalten sich nie gleich. Falsch gesetzte  Impulse bleiben wirkungslos oder setzen unerwünschte,  möglicherweise gefährliche Nebenwirkungen frei. 
Als "Papiercomputer" bezeichnete Frederic Vester seine Matrix  zur Einflussanalyse von Systemelementen.
Dieser Workshop vermittelt Einsicht in das "Regelwerk der  Störimpulse" und Umgang mit dem "Papiercomputer" zur  Wirkungsprognose. 
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